Newsletter 2016 - WeltwassertagPDF

Weltwassertag

diverse Pressesplitter

Ein Teelöffel Trinkwasser
Nicht umsonst trägt die Erde auch den Namen "blauer Planet". 1.386 Millionen Kubikkilometer Wasser gibt es weltweit. Legt man das auf eine gefüllte Badewanne um, würden die verfügbaren Trinkwasserreserven bloß einen Teelöffel ausmachen. Nur etwa 2,5 Prozent des Wassers sind Süßwasser, davon speichern Polkappen und Gletscher etwa zwei Drittel. Weitere 30 Prozent sind Grundwasser. Nur ein Teil des Süßwassers ist auch als Trinkwasser verfügbar. Schätzungsweise kann der Mensch zwischen 9.000 und 14.000 Kubikkilometer für seine Zwecke nutzen.

Sichtbarer und unsichtbarer Verbrauch
Mit 34 Liter Wasser spülen wir täglich unsere Toiletten – damit liegt die Klospülung beim Wasserverbrauch im Haushalt an zweiter Stelle. Insgesamt verbraucht der Durchschnittsösterreicher im Haushalt 135 Liter pro Tag. 36 Liter verschwinden im Abfluss des Waschbeckens, zum Duschen und Baden brauchen wir im Mittel 29 Liter.
Vieles von dem genutzten Wasser bleibt unsichtbar, weil wir es nicht im Abfluss versickern sehen. Rechnet man das Wasseraufkommen für die Herstellung von Lebensmitteln, Kleidung und anderen Dingen des täglichen Lebens mit ein, erhöht sich der Verbrauch nochmals deutlich: Ganze 4400 Liter nutzt ein Österreicher pro Kopf und Tag, wovon 63 Prozent aus dem Ausland kommen.

Zwanzig Liter zum Überleben
Ein Mensch braucht 20 Liter Wasser pro Tag, um zu trinken und sich selbst und sein Essen notdürftig zu waschen. Das sind drei Liter mehr, als ein tropfender Wasserhahn in dieser Zeit verlieren kann. Für den Luxus zu duschen und seine Wäsche zu waschen rechnen die UN mit 50 Litern pro Mensch und Tag. 2,5 Millionen Personen weltweit haben noch keinen Zugang zu Hygieneanlagen. Neben der Menge ist natürlich auch die Qualität des Wassers entscheidend.

Wie viel Wasser wir essen
Jeden Tag braucht der menschliche Körper um die zwei Liter Trinkwasser – um seine Nahrung zu produzieren braucht es aber zwischen 2000 und 5000 Liter, je nach geografischer Lage und Ernährungsgewohnheiten. Kein Sektor der Produktion benötigt so viel Wasser wie die Lebensmittelindustrie. 70 Prozent des Wasserverbrauchs entfallen auf die Landwirtschaft, in Entwicklungsländern sind es bis zu 95 Prozent.

Gesundheit fängt bei Wasser an
Seit den Neunzigern verbesserte sich der Zugang zu sauberem Trinkwasser für 2,3 Milliarden Menschen weltweit. Eine gewaltige Entwicklung, die noch nicht am Ende angekommen ist: Momentan verbleiben etwa 748 Millionen Menschen, die kein Wasser in ausreichender Qualität zur Verfügung haben. Kontaminiertes Wasser überträgt Krankheiten wie Cholera, Polio und Typhus.

Dampf liegt in der Luft
Der Wasserkreislauf kennt auch Abkürzungen. 56 Prozent des Niederschlags an Land verdunstet sofort wieder an den Oberflächen – etwa an den Blättern von Bäumen – und gelangt so wieder zurück in die Atmosphäre. H2O in der Luft ist als Wasserdampf auch eines der wichtigsten Treibhausgase.

Land am Strome, wasserreich
Österreich kann wohl kaum über Wasserknappheit klagen: Das Land verbraucht wir nur drei Prozent des Wassers, das ihm jährlich zur Verfügung stünde. Die Niederschlagssumme beträgt im jährlichen Mittel 1.100 Liter pro Quadratmeter. Im internationalen Vergleich ist das kein Grund, sich über den österreichischen Regen zu beklagen: Auf den Inseln Sao Tome und Principe in Afrika gibt es etwa dreimal so viel Niederschlag.

Flüsse kennen keine Grenzen
Kein Fluss gibt sich internationaler als die Donau. Von ihrem Ursprung in Deutschland bis zum Delta am Schwarzen Meer durchfließt sie zehn Nationalstaaten. Weltweit gibt es 276 grenzüberschreitende Flussbecken, die etwa 60 Prozent der globalen Süßwasserströme ausmachen. Für Ägypten ist der Nil eine wahre Lebensader: Das Land mit dem geringsten Niederschlag verfügt durch den längsten Fluss der Welt ausreichend Süßwasserreserven für seine intensive Landwirtschaft.

Wasser für mehr Gleichheit
Täglich verbringen Frauen nach Angabe der UN weltweit 200 Millionen Stunden mit dem Wasserholen. In Entwicklungsländern mit schlechter Infrastruktur ist zumeist der weibliche Teil der Bevölkerung mit der lebenswichtigen Aufgabe betraut. Frauen verbringen in diesen Regionen etwa 25 Prozent ihres Tages mit dem Transport des flüssigen Gutes – Zeit, die ihnen für andere Aufgaben, Arbeit und Ausbildung fehlt. Für die UN zählt Wasserinfrastruktur daher zu den wichtigsten Waffen gegen Ungleichheit und Armut.